Mystiker verschiedener Religionen

1 Christliche Mystiker
Apostel Paulus (1. Jh. n. Chr.)
Bernhard von Clairvaux (1090?–1153)
Hildegard von Bingen (1098?–1179)
Franz von Assisi (1182?–1226)
Heinrich Seuse
Birgitta von Schweden
Niklaus von Flüe (1417–1487)

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oder auch:
Meister Eckhart
Jakob Böhme
Emanuel Swedenborg
Jakob Lorber

siehe Quelle

Buch von Thomas von Kempens
"De Imitatione Christi - Von der Nachfolge Christi", ist neben der Bibel das meistverbreitete Buch aller Zeiten. Seit dem 16. Jahrhundert bis heute sind zahllose Ausgaben in nahezu allen Kultursprachen der Welt erschienen, allein in deutscher Sprache sollen es 3500-4000 Ausgaben sein.
Die Bedeutung dieses Buches liegt nicht nur in einer im Alltag lebbaren mystischen Praxis, sondern auch darin, dass selbst Nicht-Christen in ihm wertvollste Anregungen für ihr Leben finden.
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2 Islamische Mystiker
- Attar war ein Sufi der im 12. Jahrhundert in Nischapur in Persien lebte. Sein bekanntestes Werk ist das "Mantiq ut-tair", zu deutsch in etwa die "Vogelgespräche".
- Rumi ist der wohl im Westen bekannteste Sufi des Mittelalters. Er war ein Schüler von Shams Tabrizi. Er gilt er als der Begründer der tanzenden Derwische, eines Derwischsordens der, wie der Name sagt, vor allem durch seine Tänze, die die Derwische in Ekstase versetzen sollten, bekannt wurde.
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3 Jüdische Mystiker
Shimon bar Yochai (2. Jh. n. Chr.)
Abraham ben Samuel Abulafia (1240–1291)
Nachman von Breslau (1772–1810)
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4 Hinduismus
Nur wenig ist bisher in den westlichen Ländern über das große Erbe der Mystiker und Dichterheiligen Indiens bekannt:
- Jnaneshvar, auch Jnandev, wörtlich “Herr” oder “Meister des Wissens”, ist ein in literarischer und spiritueller Hinsicht einzigartiges Phänomen. Die Menschen nannten und nennen ihn noch heute Jnaneshvar Maharaj, den “großen König”, obgleich er nachweislich nur 23 Jahre (!) alt wurde. Er kam 1271 in dem Gebiet des heutigen Staates Maharashtra (Westindien) zur Welt und sein Leben war ein Feuerwerk von ungewöhnlichen Ereignissen und Taten.

weitere Mystiker im Hinduismus:
Shankara (788–820)
Ramakrishna (1836–1886)
Vivekananda (1863–1902)
Ramana Maharshi (1879–1950)
Yogananda (1893–1952)
Gopi Krishna (1903–1984)
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5 Sikhismus
Nanak Dev (1469–1539)
Amar Das (1479–1574)
Teg Bahadur (1621–1675)
Gobind Singh (1666–1708)

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Vortrag von Carl-A. Keller
Christliche Mystik und Mystik der Religionen
Inwiefern sind sie vergleichbar, inwiefern sind sie nicht vergleichbar ?
Judentum, Christentum, Islam und Hinduismus sind sich darin einig dass das Göttliche als letzter, eigentlicher Urgrund aller Dinge völlig unnennbar, unbeschreibbar und unerkennbar ist. Es kann niemals Objekt objektivierender diskursiver Erkenntnis sein. Gleichzeitig aber sind sich diese Religionen auch darin einig, dass dieses Göttliche in seiner Hinwendung zur Welt und zum Menschen nennbar und beschreibbar ist.

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